Agrarpolitik - kritsch gesehen
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==a) Den Aufstand gegen den Hauptstrom wagen== | ==a) Den Aufstand gegen den Hauptstrom wagen== | ||
| - | + | und ein '''zukunftsfähiges Leitbild''' einfordern | |
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Wenn man die zu erwartenden Knappheiten und die erhöhten Risiken nicht ausblendet, dann muss dem gegenwärtigen Hauptstrom ein international organisierter Widerstand entgegen gesetzt werden. Dieser muss aber von einem sozial, ökologisch und ökonomisch ausgewogenen Gesamtkonzept getragen werden. | Wenn man die zu erwartenden Knappheiten und die erhöhten Risiken nicht ausblendet, dann muss dem gegenwärtigen Hauptstrom ein international organisierter Widerstand entgegen gesetzt werden. Dieser muss aber von einem sozial, ökologisch und ökonomisch ausgewogenen Gesamtkonzept getragen werden. | ||
| - | In einem solchen „Aufstand“ wären z. B. die Bürger der USA zu überzeugen, dass es für sie besser ist, wenn in nachwachsende Rohstoffe und Primärenergieträger (NAWAROS) investiert wird, statt dass sie in den kostspieligen Ölkriegen einer ausbeutenden Minorität buchstäblich verheizt werden. Gerade jetzt - in der Zeit der bitteren Erfahrung auf den Ölschlachtfeldern - könnte auf den Bericht <Global 2000> an Präsident Carter zurückgegriffen werden, in dem die heimischen, nicht fossilen Potentiale mit dem 250-fachen (!) der verschwenderischen Energieverbauchsleistung in den USA identifiziert wurden. Das Rezept <Bomben und Bohren> funktioniert bei einer asymmetrischen militärischen Auseinandersetzung nicht mehr. Vielmehr könnten die USA bei einer Umpolung ihrer Politik zum gesuchten und geschätzten Partner und fairen Lizenzgeber der Welt werden, sowie ihre politische Glaubwürdigkeit wieder erlangen. | + | In einem solchen „Aufstand“ wären z. B. die Bürger der USA zu überzeugen, dass es für sie besser ist, wenn in nachwachsende Rohstoffe und Primärenergieträger (NAWAROS) investiert wird, statt dass sie in den kostspieligen Ölkriegen einer ausbeutenden Minorität buchstäblich verheizt werden. Gerade jetzt - in der Zeit der bitteren Erfahrung auf den Ölschlachtfeldern - könnte auf den Bericht <Global 2000> an Präsident Carter zurückgegriffen werden, in dem die heimischen, nicht fossilen Potentiale mit dem 250-fachen (!) der verschwenderischen Energieverbauchsleistung in den USA identifiziert wurden. |
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| + | Das Rezept <Bomben und Bohren> funktioniert bei einer asymmetrischen militärischen Auseinandersetzung nicht mehr. Vielmehr könnten die USA bei einer Umpolung ihrer Politik zum gesuchten und geschätzten Partner und fairen Lizenzgeber der Welt werden, sowie ihre politische Glaubwürdigkeit wieder erlangen. | ||
Wenn aber die USA auf NAWAROS im Energie-, Chemie- und Strukturmaterialienbereich setzten, dann bräuchten Sie nicht den Kopf der Bauern in anderen Ländern - insbesondere im (noch) kaufkräftigen Europa - fordern, um ihre fossil hochgepeitschten Agrarüberschüsse absetzen zu können. Dasselbe gilt mutatis mutandis für jene Agrarexporteure, die in der Cairns-Gruppe vertreten sind. | Wenn aber die USA auf NAWAROS im Energie-, Chemie- und Strukturmaterialienbereich setzten, dann bräuchten Sie nicht den Kopf der Bauern in anderen Ländern - insbesondere im (noch) kaufkräftigen Europa - fordern, um ihre fossil hochgepeitschten Agrarüberschüsse absetzen zu können. Dasselbe gilt mutatis mutandis für jene Agrarexporteure, die in der Cairns-Gruppe vertreten sind. | ||