Biografie Wohlmeyer, H.
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==Nachhaltiger Vordenker== | ==Nachhaltiger Vordenker== | ||
| - | Heinrich Wohlmeyer ist einer der ersten Vordenker in Richtung Nachhaltigkeit | + | Heinrich Wohlmeyer ist einer der ersten Vordenker in Richtung Nachhaltigkeit. Er kann dabei auf einen reichen akademischen, beruflichen und wissenschaftlichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Seine akademische Ausbildung reicht vom Dr. iur. an der Universität Wien über verschiedene Stationen in den USA (Business Administration an der University of Kansas) und London (Dissertation über Internationale Rohstofflenkungsabkommen am University College London) bis zum Diplomstudium an der Universität für Bodenkultur in Wien. |
==Laufbahn== | ==Laufbahn== | ||
| - | Seine berufliche Laufbahn führte ihn bis | + | Seine berufliche Laufbahn führte ihn bis zur Position des Generaldirektors der Österreicheischen Agrarindustrie und der Oberösterreichischen Stärke- und Chemischen Industrie. |
| - | Im Bereich des Forschungs- und Wissensmanagements initiierte er als Präsident der Österreichischen Vereinigung für Agrar- und Lebenswissenschaftliche Forschung die erste Zusammenstellung der Forschungsanliegen im Bereich der lebenden Ressourcen. Als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Biotechnologie | + | Im Bereich des Forschungs- und Wissensmanagements initiierte er als Präsident der Österreichischen Vereinigung für Agrar- und Lebenswissenschaftliche Forschung die erste Zusammenstellung der Forschungsanliegen im Bereich der lebenden Ressourcen. Als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Biotechnologie führte er erstmals eine gesamtösterreichische Zusammenschau der Forschungsaktivitäten im diesem Bereich ein und erreichte das erste biotechnologische Forschungsprogramm des Wissenschaftsministeriums. |
Sein besonderes Augenmerk galt den kreislauforientierten Bedarfsdeckungssystemen – insbesondere den Nachwachsenden Rohstoffen. Als akademischer Lehrer lehrte er an der Technischen Universität Wien <Kreislauforientierte Verfahrenssysteme> und an der Universität für Bodenkultur Wien <Ziele und Instrumente der Agrarpolitik auf dem Hintergrund der Lebens- und Umweltwissenschaften>. | Sein besonderes Augenmerk galt den kreislauforientierten Bedarfsdeckungssystemen – insbesondere den Nachwachsenden Rohstoffen. Als akademischer Lehrer lehrte er an der Technischen Universität Wien <Kreislauforientierte Verfahrenssysteme> und an der Universität für Bodenkultur Wien <Ziele und Instrumente der Agrarpolitik auf dem Hintergrund der Lebens- und Umweltwissenschaften>. | ||
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''Land- und forstwirtschaftliche Nachhaltigkeitsvision:'' | ''Land- und forstwirtschaftliche Nachhaltigkeitsvision:'' | ||
*'''Agro-eco-restructuring''': | *'''Agro-eco-restructuring''': | ||
| - | ** Potential for Sustainability | + | ** Potential for Sustainability in Eco-restructuring: Implications for Sustainable Development |
** United Nations University Press 1998 | ** United Nations University Press 1998 | ||
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==Verdienste== | ==Verdienste== | ||
| - | Seine besonderen Verdienste liegen bei der Konzeption einer zukunftsfähigen Energie- und Rohstoffpolitik (Erstes Grünes Energieprogramm und erste Thematisierung der Nachwachsenden Rohstoffe); einer modernen Handelspolitik im Bereich der Weiterverarbeitungsprodukte land- und forstwirtschaftlicher Rohstoffe und nicht zuletzt einer zukunftsfähigen Regionalpolitik. Zu letzterer gehören die erfolgreichen Waldviertelpläne, die Konzeption und Initialzündung für das inzwischen zum internationalen Vorzeigemodell gewordene Modell Güssing sowie die Initialzündung zur Entwicklung des Großen Walsertales. | + | Seine besonderen Verdienste liegen bei |
| + | * der Konzeption einer zukunftsfähigen Energie- und Rohstoffpolitik (Erstes Grünes Energieprogramm und erste Thematisierung der Nachwachsenden Rohstoffe); | ||
| + | * einer modernen Handelspolitik im Bereich der Weiterverarbeitungsprodukte land- und forstwirtschaftlicher Rohstoffe und nicht zuletzt | ||
| + | * einer zukunftsfähigen Regionalpolitik. Zu letzterer gehören die erfolgreichen Waldviertelpläne, die Konzeption und Initialzündung für das inzwischen zum internationalen Vorzeigemodell gewordene Modell Güssing sowie die Initialzündung zur Entwicklung des Großen Walsertales. | ||
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Ein wesentlicher Beitrag Wohlmeyers zu den internationalen Nachhaltigkeitsstrategien ist in der Thematisierung des [[Faktor 10|Faktors 10]] (Ressourcenverbrauch je Serviceeinheit auf 1/10 senken, um die Welt aufrechterhaltbar bewirtschaften zu können) und die Mitbegründung des diese Idee bewegenden <Faktor 10 Clubs> gemeinsam mit [[Schmidt-Bleek, F.|Prof. Schmidt-Bleek]] zu sehen. | Ein wesentlicher Beitrag Wohlmeyers zu den internationalen Nachhaltigkeitsstrategien ist in der Thematisierung des [[Faktor 10|Faktors 10]] (Ressourcenverbrauch je Serviceeinheit auf 1/10 senken, um die Welt aufrechterhaltbar bewirtschaften zu können) und die Mitbegründung des diese Idee bewegenden <Faktor 10 Clubs> gemeinsam mit [[Schmidt-Bleek, F.|Prof. Schmidt-Bleek]] zu sehen. | ||
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